Drehen Sie jetzt vollkommen durch, Herr Niavarani ?


Gefällt nicht (Smiley)_kleinIch und sicher viele Österreicher halten Sie für einen der besten Kabarettisten des Landes.
Insbesondere gemeinsam mit Viktor Gernot sind Sie beinahe unschlagbar.

Man kennt Sie als schlagfertigen, scharfsinnigen und humorvollen Künstler, der bereits seit 20 Jahren tausende Menschen im Kabarett Simpl auf hohem kabarettistischem Niveau unterhält. Im Gegensatz zu den staatskünstlerischen Kollegen Ihrer Zunft, welche ihre Programme fast ausschließlich mit wenig Witz auf Kosten anderer Personen aufbauen – wie z.B. Lesungen aus diversen Abhörprotokollen und es bei keinen öffentlichen Auftritten verabsäumen, sich über irgend eine Person des öffentlichen Lebens lustig zu machen.

In den vergangenen Tagen sind Sie allerdings in den Medien durch entbehrliche Wortmeldungen in Erscheinung getreten:

Aussagen zum Opernball, wie statt „alles Walzer“ – „geht’s alle scheißen“ und die Ballbesucher als „gespritze Deppen“ zu bezeichnen, sind meiner Meinung nach vollkommen unnötig und tragen nicht unbedingt Positives zu Ihrer Popularität bei.

Solche Verbalentgleisungen sind weder besonders witzig, sehr tiefgründig oder Satire auf entsprechendem Niveau.

Nun frage ich mich, was Sie wohl damit bezweckt haben und ob Sie es wirklich notwendig haben, durch solche ordinäre und beleidigende Sager in der Öffentlichkeit Schlagzeilen zu machen.

Geht’s Geschäft wirklich schon so schlecht ?

Es gilt natürlich wie immer die Unschuldsvermutung.
https://austrianpics-blog.com/2013/01/10/simsalabim-es-gilt-die-unschuldsvermutung/

Bericht:
www.heute.at/stars/leute/art23692,846997

Links:
www.niavarani.at
www.simpl.at

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Comments

  1. …hm…er hätte sich wirklich gewählter ausdrücken können, aber inhaltlich kann ich Herrn Niavarani schon verstehen…
    …wer feiert denn am Opernball? -> Waffenlobbiysten, Umweltverbrecher, dekadente Neureiche,….
    …sehr viel Menschen- und Tierblut klebt an den meisten Händen der Besucher/innen…

    vegan l♥ve&peace, miss viwi

    • Diese pauschale Klassifizierung kann man hier nicht so stehen lassen. Immerhin wird der Wr. Opernball vom Bundespräsidenten, der Bundesregierung, vielen verdienten österreichischen Persönlichkeiten und Künstlern besucht. Pauschale Beschimpfungen und Unterstellungen sind wie immer meistens fehl am Platz !

      • …pauschale Beschimpfungen sind natürlich nicht gut, da hast du Recht…
        …aber ganz verschweigen sollte man die Tatsachen auch nicht…

        …der Besuch des Bundespräsidenten und der Bundesregierung erhebt die Sache, für mich, leider auch nicht unbedingt auf ein anderes Niveau…

        …ich bin Herrn Niavarani nicht böse…

        dir wünsche ich eine gute Nacht,
        vegan l♥ve&peace, miss viwi

  2. Ich mag Herrn Niavarani sehr und bin mir jetzt nicht ganz sicher, was ich von seinen Aussagen halten soll. Und auch was den Opernball angeht, bin ich oft hin- und hergerissen, ob ich ihn nun für gut oder weniger gut halten soll. Und vielelicht hat Herr Niavarani nur ausgesprochen, was sich viele denken. Er hätte es aber sicher gewählter ausdrücken können.
    lg Gabi

    • Ich möchte den Opernball nicht bewerten. Aber gegen pauschale Beschimpfungen und Diskriminierungen habe ich etwas. Meiner Ansicht nach hätte Herr Niavarani durchaus die nötige Begabung für gute ironische Kritik und müsste sich nicht ordinärer wahlloser Beschimpfung bedienen.
      Lg Michael

  3. was is los? …war er „angfressen“ ? ….aber wer nicht? …wir haben alle die Schnauze voll, von diesen Typen, die unser schönes Land und die Menschen so in den Dreck ziehn. …er is eben a groda Michl 😉 da Niawarani 🙂

    • „angfressen“ – mag eine Erklärung sein. Wenn er aber auf gewisse Typen „angfressen“ ist, dann soll er diese beschimpfen – nicht aber über 5.000 Opernballgäste !

      • aber wie man sieht …es wird drüber geredet …und ich glaub, das wollt der Herr Niawarani erreichen. ganz ehrlich …ich fühl mich ned als „gspritzter Depp“ angesprochen 😉

    • „angfressen“ – mag eine Erklärung sein. Wenn er aber auf gewisse Typen „angfressen“ ist, dann soll er diese beschimpfen – nicht aber über 5.000 Opernballgäste !

  4. Streetburger says:

    Die Frage ist ja schon richtig gestellt worden und die Antwort darauf müsste sinngemäß so lauten: „Na, des G’schäft geht schon guat oba man muss sich jeden Tag mehr dafür anstrengen.“ Nicht nur Künstler müssen feststellen, dass ihre Kreativität im Laufe der Zeit abnimmt, es immer schwerer wird das angestrebte Niveau zu halten.
    Davon scheint auch Herr N in letzter Zeit nicht gefeit zu sein. Schon seit längerem fällt es auf, dass N’s Pointen immer derber, seine Sprache immer Fäkalien reicher wird und das mit gutem Grund. Ist es nicht einfacher mit einem dezenten „Oarsch“ das werte Publikum zu Begeisterungsstürmen zu ermuntern als stundenlang an einer Pointe zu feilen? Ist es nicht einfacher mit einem einfach vulgären, wienerischen „brunzen“ das sachverständige Publikum in Rage zu versetzen als scharfsinnige Gedanken humorvoll zu präsentieren?
    Damit wir uns richtig verstehen, auch ich bin einem gut platzierten, knappen, den Unwillen zum Ausdruck bringenden „Geh‘ Scheissen“ nicht abgeneigt, doch mit Maßen verwendet und niemals an Menschen gerichtet die mein Einkommen bestreiten oder deren Zuwendungen ich in Zukunft gerne hätte. Vielleicht sollte N einmal daran denken, dass einige der „g’spritzen Deppen“ in der ersten Reihe bei seinen Darbietungen sitzen und wie es wäre wenn diese, anstatt begierig an seinen Lippen zu hängen, noch vor der Kasse mit einem klärenden „Geh in Oarsch“ das Weite suchten.

    • Immerhin sind über 5.000 „g’spritze Deppen“ angesprochen worden. Könnte mir vorstellen, dass eine nicht unerhebliche Anzahl bereits im Simpl war oder vor hatt(e) ins Simpl zu gehen ! Herr Niavarani vergisst, dass der überwiegende Teil der Opernballbesucher nicht das Zielpublikum seiner ordinären Beschimpfungen ist – das sind nämlich Menschen wie du und ich.

      • Streetburger says:

        Also ist es wahr, du und ich sind es, von denen erwartet wird über jedes Schimpfwort laut los zu lachen. Und wir erfüllen diese Erwartung? Vielleicht hat er ja recht mit den „g’spritzen Deppen“.

      • Musst ja nicht lachen, wer ist schon gerne ein „g’spritzter Depp“ ? 🙂

      • Streetburger says:

        Nun das fällt mir ja Gott sei Dank nicht schwer, du weißt ja ich habe ohnehin nicht viel zu lachen …

  5. Wer auch immer den Opernball besucht, ich halte von einer solchen Sprache überhaupt nichts. Und grad ein Herr N. sollte die geistige Fähigkeit haben, Kritik anders zu platzieren.
    Ansonsten: Zumindest Aufmerksamtkeit bekommt er damit, vielleicht ist genau das der Sinn und Zweck gewesen, weil für dumm halte ich Herrn N. nicht.

  6. Ja, das meinte ich damit.

  7. bei aller mehr oder weniger oberflächlichen lustigkeit mangelt es leider vielen unserer derzeitigen kabarettisten an einem gewissen niveau sobald es um ein reizthema geht bzw. ist es anscheinend usus, auf alles und jedes was einem nicht gefällt mal ordentlich zu schimpfen. so amüsant auch alfred dorfer zeitweise sein kann, aber seine teilweisen entgleisungen beim donnerstalk habe ich schon lange entbehrlich gefunden.

    traurig, dass unsere ‚intellektuellen‘ mit einem derartigen beispiel vorangehen.

  8. Ich denke nicht, dass der Niawarani ein ordinärer, schimpfender Mensch ist. Vielmehr ist der Kabarettist ein Spielgelbild der Gesellschaft. Nicht er ist es, der hier schimpft …wir sehn uns darin selbst …wir schaun in den Spiegel und wem gefällt das schon? …ich für meinen Teil find das OK …es muas a amoi gscheit gschimpft werden, damit des a jeder versteht. ….Soll ned heißen: „legts jetzt alle los!“ 😀

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