ASFINAG Mautaufsicht im Blaulicht-Einsatz


???????????????????????????????09.04.2013, ca. 6:15, A22 bei Korneuburg:

Ein Fahrzeug der ASFINAG Mautaufsicht rast im regen Frühverkehr auf der Überholspur mit Blaulicht und Folgetonhorn mit geschätzten 150-160 km/h in Richtung Stockerau.

Bis zum Knoten Stockerau und auch entlang der weiterführenden S5 in Richtung Krems ist kein entsprechender Grund für die Wahnsinnsfahrt zu erkennen – kein verfolgtes Fahrzeug, kein Unfall, kein Stau, nicht einmal eine Panne.

Was rechtfertigt einen Blaulicht-Einsatz im rasenden Tempo der Mautaufsicht ?

Werden neuerdings Mautsünder mit Blaulicht und Folgetonhorn gejagt ?

An dieser Stelle stellt sich die Frage, mit welcher Berechtigung bzw. Begründung darf die Mautaufsicht im halsbrecherischem Tempo Menschenleben gefährden ?

Wozu verfügen Fahrzeuge der Mautaufsicht über Blaulicht und Folgetonhorn ?

Zur Absicherung von Verkehrshindernissen und Unfallstellen genügen wohl auch gelbe Blinklichter, welche es in verschiedensten Varianten gibt.

Blaulicht und Folgetonhorn sollten Einsatzkräften der Polizei, Rettung und Feuerwehr vorbehalten bleiben.

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Comments

  1. Ganz deiner Meinung!

  2. Wenn uns als Bürger unverständlicherweise ein Blaulicht auffällt gibt es immer Zweifel nach dem Warum und dem Sinn. Als Kind lernen wir übers Blaulicht, dass die Polizei, Rettung und Feuerwehrfahrzeuge damit ausgestattet sind. Polizei – Dieb/Unfall, Rettung-Unfall, Feuerwehr-es brennt/Unfall. Kurz und knackig. Schöne leicht verständliche Welt.
    Es gibt aber mehr als das: Zollwache, Militär, Hebammen, Ärzte, ja auch Tierärzte, KFZ welche den Äther für die Berhörden und Organisationen entstören. Und eben auch die Mautaufsicht. Vielleicht gibts noch andere.
    Sie alle können nach § 26 Abs. 1 StVO das Blaulicht/Folgetonhorn einsetzen.
    Logischerweise steht nicht auf den Seitenscheiben oder auf der Heckscheibe mit Leucht LED’s geschrieben was gerade der Einsatzbefehl oder Grund ausmacht mit mehr als 150 Sachen über die Autobahn zu rasen. Die Lenker von in Blaulicht/Folgetonhorn befindlichen KFZ sind sehr regiden Gesetzen verpflichtet: Der Fahrer muss zum Beispiel den Einsatz von Blaulicht an die Einsatz Zentrale melden, begründen und dokumentieren.
    Ergo die ASFINAG müßte also diesen Einsatz dokumentiert haben. 😉

    • Ich verstehe das, wenn es um Lebensrettung oder um Vermeidung von wirtschaftlichen Schäden geht – bei der ASFINAG trifft wohl beides nicht zu !
      Es gibt daher aus meiner Sicht für die Mautaufsicht keinen wie immer gearteten Grund mit überhöhter Geschwindigkeit über die Autobahn zu rasen und damit andere Verkehrsteilnehmer unnötig zu gefährden.

      • Wenn Verkehrsteilnehmer zu diesem/deinem Beobachtungszeitraum (vorsätzlich und unnötig) gefährdet waren, gibts Rechtsmittel aus meiner Sicht. Völlig egal ob Mautaufsicht oder anderes Blaulicht. Also bitte melden, sonst wird sich sicher nichts ändern.

  3. Es ist ein Unikum an sich (und nicht das einzige dieser Art), nämlich was Österreich unter Privatisierung versteht. Meines Wissens ist die Asfinag ein Privatunternehmen, ausgestattet mit der Hoheit einer Behörde und – nicht zu vergessen – kann ihre Mißwirtschaft aus dem Steuertopf abdecken. Das hätt ich auch gerne, düdldü, düdldü, düdldü…

  4. bertel99 says:

    Völlig richtig ! Wüßte auch nicht, in welcher Situation die Asfinag schneller vor Ort sein müßte als Polizei oder Rettungskräfte.

  5. Ich danke dir für deinen Besuch.

    Ich weiss nicht wie es sich bei Euch in Österreich verhält, aber Maut Prellerei ist ein Steuerhinterziehung und wir geahndet,
    Wer keine Maut zahlt ist „Praktisch“ ein Verbrecher, bei uns kommt auch ein Fahzeug mit Blaulicht und überholt einen und zeigt über eine Info Tafel an wie man sich zu verhalten, es ist schon richtig wenn das geahndet wir.
    Sicher muss der Fahrer sein Handeln auch verantworten und eins ist klar gefährden darf er dabei auch keinen.

    L.G.
    Lucian

    • Mautprellerei ist bei uns ein Verwaltungsdelikt, daher sind Mautpreller nicht als Verbrecher zu sehen. Selbstverständlich bin ich dafür, dass darauf geachtet wird, dass auch alle die vorgeschriebene Maut zahlen – dies aber mit angemessenen Mitteln. Wegen einigen hundert Euro Menschenleben zu gefährden, halte ich jedenfalls für mehr als überzogen. Der „Täter“ ist ja über seine Autonummer identifizierbar und muß nicht in Wildestmanier mit Blaulicht und Folgetonhorn verfolgt und gestellt werden.
      Danke für Dein Feedback !
      Liebe Grüße
      Michael

  6. schmecks says:

    Er war halt schon spät dran, der Arme! Und da nützt bekanntlich jeder seine Möglichkeiten. Es wird sich doch irgendein Grund für den „Einsatz“ finden lassen! Gar keine Privilegien soll der Mensch haben! Sollen wir jetzt im Sinne der Gerechtigkeit „Blaulicht für alle“ fordern? Oder begütigend feststellen: Irgendwo zwischen Privilegienstadl und Vernunft sollte sich die Sache einpendeln? Und was wäre passiert, wenn es gekracht hätte, weil irgendwer Unbedeutender dem Wichtigtuer im Weg war?

    • Jedenfalls ist aus meiner Sicht kein einziger Einsatz der Mautaufsicht mit Blaulicht und Folgetonhorn gerechtfertigt. Hier wird lediglich Verwaltungsrecht exekutiert. Jede Einsatzfahrt mit hoher Geschwindigkeit gefährdet andere Verkehrsteilnehmer.

  7. Tomherkules says:

    Die Blaulichtfahrten zwecks Einhebung von Strafen für Mautverbrechen hat sich die ASFINAG offensichtlich genehmigen lassen:

    Originalauszug ex Homepage der ASFINAG: „Kraftfahrzeuglenker müssen durch deutlich sichtbare oder hörbare Zeichen angehalten werden – etwa durch Blaulicht, Anhaltekelle oder Leuchtschrift am Heck des Kontrollfahrzeuges.“

    Hier der LINK dazu: http://www.asfinag.at/maut/service-und-kontrolldienst

    Fehlt nur noch, daß die ASFINAG zum Anhalten von Mautsündern notfalls auch von Schußwaffen Gebrauch machen darf….(Kopfschüttel)

  8. Da kann ich nicht mitreden…

    Aber ich hab mir jetzt auch ein Blaulicht besorgt, natürlich ohne Tatütata, aber mit Magnet für´s Dach. Das ist nur für Autos mit echtBlech, also nix für Trabbi etc.

    Ich denke, jeder hat das Recht auf sein eigenes Blaulicht und hier gehts zum Shop:http://www.amazon.de/s/?ie=UTF8&keywords=blaulicht+f%C3%BCrs+auto&tag=googhydr08-21&index=aps&hvadid=18493441023&hvpos=1t2&hvexid=&hvnetw=g&hvrand=48905696410538101&hvpone=&hvptwo=&hvqmt=b&ref=pd_sl_68ycjh8v52_b

    Noch etwas zum Thema unrechtmäßiger Gebrauch von Blaulicht. Ende der 1980er Jahre arbeitete ich in einer Kneipe für Nachtschwärmer- Öffnungszeit 11°° bis 5 °° der Laden hieß „Tschüß mach´s gut“ und befand sich in einer Hamburger Ballungsgegend, in der Langen Reihe. Am Freitag pünktlich gegen 17°° Uhr, die Strasse und ihre Autos befanden sich zu dieser Zeit immer im vollkommenem Stau- in alle Richtungen. Aus der Vogelperspektive sah es so aus, als wären die Fahrzeuge, wie auf der Achterbahn zusammen verklinkt- wenn sich eins bewegt, bewegten sich alle und das letzte etwa 99 Minuten nach dem ersten… (wobei die Strasse nur etwa 700 Meter)
    Und genau zu dieser Feierabend Stunde kam pünktlich ein Einsatzwagen mit Tatütata… wohlmöglich hatten immer zu genau dieser Zeit Straftaten an der selben Stelle stattgefunden, allerdings wurden die vERbrechen nie aufgeklärt.
    Aber schon bald so wünscht es Tante merkel erst ihre Deutschländer und bald für die ganze welt, hat jeder Bürger auch und nur zum eigenen Schutze einen eigenen Richtungsweisendem Wachmann namens „Europolist“

    TatatütaTamTam
    Blauhelm mit Leute fährt Streife zur Blauen Stunde

    Gruß Claude

  9. Zurreuth says:

    Komme gerade von Linz nach D. zurück. in Salzburg hat die ASFINAG direkt hinter der Grenze mich und andere unwissende Rest-EU-Bürger in Sheriff-Manier abgefischt, die entweder nichtvorschriftlich (da nicht darauf hingewiesen)ihre Vignette noch nicht aufgeklebt hjatten(Die Folien-Bruchstelle muß man ja erst mal finden !) oder an der anscheinend falschen Stelle, weil bereits andere Vignetten an der von ihnen gewünschten Stelle angeklebt waren.
    Ich selbst hatte eine Vignette gekauft und vorgehabt, sie beim nächsten Stopp sauber anzukleben. Sie lag inzwischen voll sichtbar auf dem Armaturenbrett. Ein Schweizer Bürger wurde nach mir ebenfalls abgefischt und hatte auf seiner Frontscheibe angeblich keinen Platz mehr an der aus Sicht des (gnadenlos unfreundlichen) ASFINAG-Sheriffs bestimmten „richtigen Stelle“(dort waren eine Schweizer Vignette
    und eine Hafen-Zufahrtsberechtigung angebracht). Beide haben wir 120 Euro bezahlt.
    Bezeichnend ist auch die brutale Methode des Vorfahrens und Bremsens dieser Kerle, damit man auch wirklich in die nächste Parkbucht mit-bzw. nachfährt.
    So kommt es wenn hoheitliche Aufgaben aus der Hand gegeben werden, ohne jegliche Vorgaben und Schulungsverpflichtungen..
    Bei uns in D. wären das mehrere Rechtsbrüche, u.a. Nötigung, Rechtsbeugung , Rechtsirrtum des erklärten „delikts“, Schuld (Culpa in Contrahendo“) ohne ausreichende Information, Vertragsbruch und noch einiges mehr. Deutsche Urlauber in Ö werden sich auf einen „heißen Sommer“ einstellen können

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