Die versteckte Bahnhofsuhr


Eigentlich hätte dies der erste Artikel einer Reihe über Uhren im öffentlichen Raum werden sollen.

Doch eine der ersten begutachteten Uhren, die Bahnhofsuhr am Praterstern in Richtung Praterstraße, ist eine ganz besondere. Diese ist nämlich trotz ihrer Größe – ca. 3 Meter im Durchmesser – aus keiner natürlichen Position vom Praterstern aus, in vollem Umfang sichtbar.

Der Praterstern im zweiten Wiener Gemeindebezirk ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Bundeshauptstadt. Die Entstehungsgeschichte reicht weit in das 19. Jahrhundert zurück. Heute verkehren hier zwei U-Bahnlinien, mehrere Schnellbahn-, Straßenbahn- und Autobuslinien. In den Jahren 2004-2008 wurde der Bahnhof neu errichtet. Der Bahnhofsvorplatz mit den entsprechenden Straßenbahn- und Autobushaltestellen wurde mit einem 3.000 m² großen Vordach  geschützt.

Dieses Vordach verdeckt nicht nur den Großteil des Bahnhofsgebäudes, sondern eben auch diese Bahnhofsuhr.

Die eigentliche Überlegung zur Anbringung der Bahnhofsuhr ist schwer nachvollziehbar.

Wurde die Bahnhofsfassade ohne Wissen des vorgesehenen Vordachs geplant ?

Die Anbringung einer Uhr an einer Gebäudefassade ohne Überlegungen zur allgemeinen Sichtbarkeit mutet eher wie ein Schildbürgerstreich an.

Die einzige Position die Uhr in Ihrer vollen Größe zu sehen und damit auch tatsächlich die Zeit ablesen zu können:

Oder vom Bahnsteig hinter der Uhr, allerdings die Zeit spiegelverkehrt !

Die Zeit kann aus keiner natürlichen Position vom Praterstern aus abgelesen werden:

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Comments

  1. Du als Wiener musst doch wissen, hier gehen die Uhren anders! Offensichtlich auch im Verborgenen.

  2. Unser Praterstern – ewige Baustelle, jedemenge Euros sind da geflossen, in alle Richtungen, ewige Staus… und nicht einmal eine Uhr können „sie“ so anbringen, dass sie 100%ig lesbar ist. Aber mit „Wien hat 1.7 mio Gehirne“ macht diese Stadt „Werbung“ für sich selber – pfff..
    Aber vielleicht kann man diesen Uhren-Streich dort „einkippen“… 😉

  3. Da hat einer nicht so genau hingeguckt. Dabei finde ich immer, etwas neu Gebautes muss sich in jeglicher Hinsicht an seine Umgebung anpassen bzw. einpassen. Ein bisschen muss ich schmunzeln, denn so was hätte hier auch passieren können 😉
    LG aus Köln,
    Franka

  4. Ich dachte, dass es so durchdachte Konzepte nur bei der Deutschen Bahn gibt…

  5. Ich finde es Klasse, ich bin ja nicht der Hellste aber manchmal denke ich ich hätte mit meiner Bildung auch mehr machen können, mein nur wenn ich davon ausgehe das das super gescheite sind die das machen…..nun wir haben ja auch den Flugplatz Berlin und Stuttgarter Bahnhof….
    L.G.
    Lucian

  6. *g
    …ich finde das Projekt -Uhren im öffentlichen Raum- sehr interessant…witziger Auftakt…*g

    liebe vegane Grüße, miss viwi

  7. Hallo Michael,

    Danke für Dein Lob!
    Ich hoffe Du besuchst mich bald wieder!

    Grüße aus Ghana.

  8. Hm! Ich dachte eigentlich, dass ich diesen Artikel schon vor langem „geliked“ hatte. Da muss mir wohl mein Gedächtnis einen Streich spielen.
    Zum Artikel: Wien ist eben anders! .-)
    LG Gabi

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