Ernst-Hinterberger-Gasse, eine Gasse die eigentlich keine ist

IMG_1729_modZu den bekanntesten Werken des österreichischen Schriftstellers und Drehbuchautors Ernst Hinterberger gehören unter anderem die legendären Fernsehserien „Ein echter Wiener geht nicht unter“ und „Kaisermühlen Blues“ . Mit 65 Folgen zählt die Fernsehserie „Kaisermühlen Blues“ zu einer der umfangreichsten und erfolgreichsten, welche jemals vom österreichischen Rundfunk produziert wurden. Von den einen belächelt und als proletenhaft abgetan und von den anderen zu Kultserien hochstilisiert, haben die beiden Serien viele Jahre im TV-Wochenprogramm nicht gefehlt. Neben diesen Produktionen sind zahlreiche Romane, Geschichten und Krimis entstanden.  Ernst Hinterberger ist im Jahre 2012 80-jährig verstorben.

Nun wurde vor kurzem zu Ehren des Volksdichters im 22. Wiener Gemeindebezirk eine Gasse benannt – eine Gasse, die eigentlich keine ist. Es handelt sich um eine ca. 100 Meter lange Zufahrt zu einem Firmengelände, an der linken Seite finden ca. 15 schräg geparkte Fahrzeuge Platz, an der rechten Seite befinden sich ganze 2-3 Hauseingänge. Es wurde also keine Gasse nach Ernst Hinterberger benannt, sondern eine Einfahrt. Sieht aus wie ein Schildbürgerstreich ist aber scheinbar vollkommen ernst gemeint, wie die fix montierte Tafel mit dem Gassen-Namen beweist.

Ernst Hinterberger war auch für seine zum Teil rustikale Wortwahl bekannt – gut vorstellbar, was er zu diesem Unsinn wohl gesagt hätte:  „Mir ist des eh wurscht, weu de san ja eh alle deppat“

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Die Ernst-Hinterberger-Gasse im 22. Wiener Gemeindebezirk, ca. 100 m lang, eine Zufahrt zu einem Firmengelände, März 2015

Autoeinbrüche – Reiche Beute am Präsentierteller

IMG_2042_nSeit Tagen häufen sich die Meldungen aus dem Burgenland über Autoeinbrecher, welche mittels Störsender das Versperren von Autos verhindern und dann in den unversperrten Fahrzeugen reiche Beute machen. Dass es Zeitgenossen gibt – und diese wird es immer geben – welche sich am Eigentum anderer vergreifen, dass ist die eine Sache. Aber unglaublich erscheint es, wenn man liest, welche reiche Beute gemacht wird. Notebooks, Handys (in einem Auto sollen sogar drei Handys gestohlen worden sein) Geldbörsen mit Kreditkarten, Führerscheine, Zulassungsscheine usw. werden entwendet.

Eigentlich müssen sich die Bestohlenen gar nicht beschweren, haben sie doch die elementarsten Sicherheitsgrundregeln vernachlässigt. Wer bitte lässt derartige Wertgegenstände in seinem Auto zurück? Wurde und wird nicht andauernd gepredigt, dass Wertgegenstände nichts im Auto verloren haben? Auch die Tatsache, dass Autoeinbrecher mit Störsendern immer wieder zuschlagen, sollte auch schon hinreichend bekannt sein – wie wäre es mit einem Kontrollblick auf die Blinker beim Versperren des Fahrzeuges oder durch Betätigung des Türgriffes sicherzustellen, ob auch wirklich abgeschlossen ist?

Wären nämlich keine Wertgegenstände in den Fahrzeugen, wäre mit dem Spuk sehr schnell Schluss – wer bricht schon in ein Auto ein, wenn nichts zu holen ist?

Vinzi

Vinzi

Februar 2015

Canon 5D Mark II